SDGs – Ziel 5: Geschlechtergerechtigkeit

Mit der Agenda 2030 haben die Vereinten Nationen 17 globale Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) verabschiedet. Die Intention der 17 Ziele ist es, weltweit menschenwürdiges Leben zu schaffen. Dies umfasst ökonomische, ökologische und soziale Entwicklungsbereiche. Das fünfte Ziel der Agenda 2030 ist die weltweite Gleichbehandlung aller Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht.

„Gleiche Rechte, gleiche Pflichten, gleiche Chancen und gleiche Macht für Frauen und Männer.“ So selbstverständlich die Forderungen nach Geschlechtergerechtigkeit sein sollten, so wenig sind sie erfüllt. Die Hauptbetroffenen von geschlechtsspezifischer Diskriminierung sind Mädchen und Frauen. Das heißt, bei der weiblichen Hälfte der Menschheit herrscht die größte Armut, sie erleidet die brutalsten Formen von Gewalt und ist mit einem Anteil von zwei Dritteln deutlich stärker von Analphabetismus betroffen. 

Dabei sorgt die Erfüllung der Menschenrechte für Frauen gleichzeitig für Wohlstand und Lebensqualität für alle: Länder, in denen die Unterschiede zwischen Männern und Frauen bei Erziehung, Beschäftigung und Eigentumsrechten gering sind, haben weniger Probleme mit Unterernährung und Kindersterblichkeit. Die Wirtschaft dieser Länder wächst schneller und sie werden verantwortungsvoller regiert. Außerdem tragen verbesserte Bildungs- und Lebenschancen für Frauen zu einer bewussten Familienplanung und einer Verminderung des Bevölkerungswachstums bei.

In Mitteleuropa ist die Gleichstellung von Frauen schon vergleichsweise weit vorangeschritten, dennoch sind „traditionelle“ Rollenmuster nach wie vor tief verankert. Auch hier führt eine gerechtere Aufteilung von Care-Arbeit, Erwerbsarbeit und Haushaltstätigkeiten zu mehr Zufriedenheit in Partnerschaften und Familien – und zwar nicht nur auf Seiten der strukturell benachteiligten Frauen.

Anregungen für Ihr Unternehmen

Geschlechterspezifische Diversität führt zu betriebswirtschaftlichem Erfolg, das belegen zahlreiche Studien. Oft sind es Frauen, die viele unterschiedliche Parameter bei der Suche nach Lösungen einbeziehen können. Sie bringen eine andere Art von Kommunikation und Kollaboration mit an den Tisch. Das kann zu mehr Inspiration und Kreativität führen und ein entscheidender Wettbewerbsvorteil sein. Nutzen Sie dies!

  • Beginnend Sie bei der Rekrutierung und denken Sie über ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren nach.
  • Durchbrechen Sie das (oft) unbewusste Muster, dass wir uns gerne mit unseresgleichen umgeben. 
  • Versuchen Sie im Rahmen der internen Qualifizierung nicht, Frauen in das männlich geprägte Führungssystem zu zwängen. Die Organisationskultur und manchmal auch -struktur muss sich ändern, damit sich die emotionale Intelligenz der Führungskräfte entfalten kann. 
  • Kreativität, Innovativität und Agilität sind in Zeiten der digitalen und gesellschaftlichen Transformation wesentliche Erfolgsfaktoren, die Unternehmen benötigen, um zukunftsfähig zu bleiben. Um diese Eigenschaften sicherzustellen braucht es Vielfalt in den Teams.
  • Nutzen Sie die unterschiedlichen Potenziale ihrer Mitarbeitenden und schöpfen Sie die ergänzenden Stärken optimal aus. Es werden Wege der Entscheidungsfindung oder Konfliktlösung zu Tage treten, die vielleicht ungewohnt sind. Testen Sie es und freuen Sie sich auf die Ergebnisse.   

Haben Sie weitere Ideen zur Gleichberechtigung? Oder haben Sie bereits erfolgreiche Maßnahmen implementiert? Berichten Sie gerne auf Instagram unter dem Bild zu diesem Beitrag und folgen Sie karmacom für weiteren Input. Im nächsten Blogbeitrag stellen wir Ihnen das sechste Nachhaltigkeitsziel „Sauberes Wasser und Sanitäreinrichtungen“ vor. 

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