Eigentlich wundert es nicht. Gutfried Puten-Cervelatwurst enthält nicht nur Puten- sondern auch Schweinefleisch. Man erwartet von einem industriellen Lebensmittelproduzenten ja schließlich, dass er kosten-, geschmacks- und gewichtsoptimierte Produkte in die Supermarktregale stellt, die wir dann alle brav essen.
Es wundert auch nicht, dass sich Webportale wie foodwatch (zu Recht) trotzdem darüber aufregen, dass Gutfried hier vermeintlich Etikettenschwindel betreibt und die Verbraucher an der Nase herumführt – was bei abgepackten Lebensmitteln allerdings nicht so einfach ist. Hier sei angemerkt, dass per Definition “Cervelatwurst” nach dem Schweizer Ur-Rezept immer Schweinefleisch enthält – das wird uns vom Hersteller sicher auch bald mitgeteilt werden.
Völlig dämlich allerdings ist, das Eigentor, dass sich der Versmolder Lebensmittelproduzent geschossen hat. Neben der Blamage, so offensichtlich beim Schummeln erwischt worden zu sein ist der Imageschaden beträchtlich. Das mit Johannes B. Kerner so nachhaltig aufgemöbelte Image der leichten, grünen und bekömmlichen Geflügelwurst ist futsch. Ein Millionen-Etat für die Katz. Ganz offensichtlich hat hier der Controller den Abgleich der Produktions- und Werbekosten nicht im Griff.
Unehrlichkeit und Unaufrichtigkeit bringt schlechtes Marken-Karma und sind schlecht für’s Geschäft.
Hier der Artikel von abgespeist.de
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